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von Ludovica


(achtung spoiler!)


"Das Lied der Nibelungen", auch als "Nibelungenlied" und "Die Nibelungen" bekannt, ist ein deutsches Epos, das zwischen Ende 1100 und Anfang 1200 von einem anonymen Autor komponiert wurde.

Es enthält sowohl fantastische Elemente (Drachen, die fabelhaften Schätze bewachen, magische Gegenstände, unbesiegbare Helden) als auch historische Elemente (Verweise auf Schlachten gegen die Sachsen und die Hunnen).

Das Epos beginnt mit der Ankunft des Prinzen Siegfrieds an das Hof der Burgunder: die Schönheit von Kriemhilde, der Schwester des Königs, ist weltweit berühmt und er möchte seinen Heiratsantrag machen.

Es stellt sich heraus (diese Episode wird aber nicht im Epos erzählt), dass Siegfried vorher den Drachen Fafnir besiegt hatte, den Wächter eines riesigen Schatz, so dass er in Besitz dieses riesigen Reichtums gekommen war. Der Schatz umfasst auch magische Gegenstände, darunter eine Tarnkappe und einen Helm, durch den man das Aussehen anderer Menschen nehmen kann. Als Siegfried sich im Blut des Drachen badete, hat er sowieso die Macht der Unsichtbarkeit auf seinen gesamten Körper erfasst, mit Ausnahme von einem Punkt hinter dem Rücken, auf dem ein Lindenblatt stand (man kann darin Verweis auf die Legende des Achilles bemerken).

König Gunther wäre bereitet, ihm die Hand seines Schwester zu gewähren, aber bevor müsse der Held zwei Anforderungen erfüllen: Erstens, er soll an der Seite des Königs im Kampf gegen die Sachsen beitreten, Zweitens er soll ihm Hilfe zu bringen, Brunhilde, die Königin von Island, die als eine fürchtende Kriegerin bekannt ist, als Braut zu gewinnen.

Die erste Anfrage erfüllt, reisen die Beiden nach Island, wo Brunhild 'erklärt, dass sie nur den Mann heiraten wird, der die Kraft besitzt, sie in einem Duell zu erschlagen. Während des Duells, zieht Siegfried die Tarnkappe an und als unsichtbarer Mitkämpfer hilft er seinem Freund, die Frau zu besiegen, die so zu einer für sie hässlichen Heirat gezwungen wurde.

Nach dem Rückgang in das Land der Burgunder, zeigt aber Brunhilde keine Unterwerfung an das Willen ihres Mannes: sie bindet ihn sogar, um den Vollzug der Ehe zu vermeiden. Gunther wendet sich an seinen Freund wieder, dem unter dem Aussehen des Königs (dank seines magischen Helms) gelang, die wilde Frau zu zahmen, und ihr einen Ring und einen Gürtel als Probe seiner Siege wegzunehmen.

Inzwischen entscheidet Gunther, Kriemhild und Siegfried heiraten zu lassen.

Die Zeit vergeht bis eines Tages, infolge eines Streits, zeigt Kriemhild ihrer Schwägerin die Gürtel, die Siegried ihr in der Nacht ihrer Hochzeit abnahm und dadurch beweist, dass Gunther nur dank seiner Hilfe die Hand Brunhildes erwarb.

Wütend wegen der Erniedrigung und von Gier nach Rache geblendet, lass sich Brunhilde von dem schlauen und rücksichtslosen Hagen empfehlen, der den Siegfrieds Schatz in Besitz der Burgundern sehen möchte und gelang ihr, Kriemhild die einzige Schwäche des Helden enthüllen zu machen, der so bei Jagd getötet wurde. Als Hagen und Gunther in Besitz des Schatzes kamen, werfen sie es in die Fluten des Rheins wieder.

Jahre später würde Kriemhild Attila, den König der Hunnen, vermählen und gebart einen Sohn.

Anlässlich der Taufe des Kindes lädt Attila die Burgundern, und sowieso auch Gunther und Hagen, an seine Hof ein.

Während der Zeremonie beansprucht Kriemhild das Gold der Rhein, sowie Rache für den Tod von Siegfried. Im dem folgenden, heftigen Kampf, enthauptet Hagen den kleinen Sohn von Attile und Kriemhild und verursacht deswegen ein wildes Gefecht zwischen den Hunnen und den Burgundern, wodurch beide Dynastien vernichtet werden.

Am Ende des Kampfes wird Hagen in einer Zelle eingesperrt, wo Kriemhild ihn zum letzten Mal dadurch auffordert, das Versteck des Schatzes zu offenbaren, indem sie ihm den abgeschlagenen Kopf von Gunther zeigt. Da Hagen sich noch einmal weigert, wird er endlich von Kriemhild enthauptet, die so für Siegfrieds Tod nimmt. Später würde sie aber von Hildebrand, einem Freund von Hagen, getötet.

Das Epos endet mit der vollständigen Auslöschung der Stammen der Burgundern und der Hunnen.


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Das Epos "Das Lied der Nibelungen" wird in der Manga Serie "Das Fenster von Orpheus" erwähnt, da die Sankt Sebastian Anstalt, die Schule, die die Hauptfiguren am Anfang der Geschichte besuchen, jedes Jahr ein an diesem Epos Spiel inspirierte Theateraufführung organisiert.


 

 

 

 

 
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